Signale

by -

Wie der Handel mit binären Optionen funktioniert

Was sind Target Optionen?

Binäre Optionen sind Derivate, sie gehören zu den exotischen Optionen und sind hochspekulative Finanzinstrumente, die für den Anleger besonders einfach zu handhaben sind, da sie keine tief greifenden Kenntnisse in den Finanzmärkten erfordern. Sie sind besonders attraktiv, da sie einerseits exorbitant hohe Gewinne bieten und das Risiko andererseits von Anfang an überschaubar ist.

Die Funktion von binären Optionen ist daher relativ simpel, der Anleger wählt einen Basiswert aus (handelbar sind viele Märkte, am populärsten sind dabei vor allem Aktien, Indizes, Devisenmärkte und Rohstoffe) und muss sich lediglich für eines von zwei möglichen Szenarien entscheiden, nämlich ob der Kurs steigt oder sinkt. Spekuliert der Anleger auf steigende Kurse, so entscheidet er sich für “Call”, spekuliert er auf sinkende Kurse so wählt er “Put”.

Anschließend muss ein Zeitpunkt festgelegt werden, zu dem das gewählte Ereignis eintreten soll. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die Laufzeiten von binären Optionen liegen zwischen 60 Sekunden und mehreren Wochen.

An dieser Stelle gibt es einen großen Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen. Bei binären Optionen aus Amerika muss das Ereignis irgendwann während der Laufzeit und in Europa am Laufzeitende eintreten.

Berührt der Kurs nun die festgelegte Grenze (Touch), so ist der Anleger im Markt (In), sollte die Grenze jedoch nicht erreicht werden (No Touch), dann ist der Anleger aus dem Markt (Out) und verliert seinen Einsatz bzw. bekommt nur einen kleinen Teil davon zurückerstattet.

Wie wird die Entscheidung für steigende oder fallende Kurse getroffen?

Die größte Herausforderung bei binären Optionen besteht für den Anleger in der Bestimmung der zukünftigen Richtung des Kurses. An dieser Stelle sollte er die Fundamentalanalyse zur Hilfe nehmen und versuchen, einen angemessenen Preis für das vorliegende Wertpapier zu ermitteln.

Hierzu gehören die Bilanzanalyse, die Dividendenrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Letzteres ist für binäre Optionen, bei denen Aktien als Basiswert gewählt werden, von besonderer Bedeutung und wird ermittelt, indem der aktuelle Kurs der Aktie durch den Kursgewinn pro Aktie geteilt wird.

Für einen unerfahrenen Anleger kann die Durchführung der Fundamentalanalyse freilich sehr kompliziert und aufwendig sein, jedoch gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die professionell erstellte Analysen veröffentlichen. Die darin enthaltenen Zahlen können dem Anleger beim Treffen seiner Entscheidung helfen und ermöglichen ihm, vom Wissen der Analysten zu profitieren.

Target und Ladder Optionen

Target Optionen funktionieren ähnlich wie die binären Optionen und wurden für die Zeit am Wochenende konzipiert, wenn die Finanzmärkte und Börsen bereits geschlossen sind. Zudem muss der Anleger das Ereignis im Gegensatz zu den klassischen binären Optionen nicht selber definieren, sondern bekommt die vollständigen Optionsscheine vom Emittenten angeboten. Die Gewinnmöglichkeiten sind sehr hoch und können bist zu 600 Prozent betragen.

Zudem muss das vordefinierte Ereignis nicht am Ende der Laufzeit eintreten, es reicht bereits, wenn es irgendwann während der Laufzeit eintritt. Durch Ladder Optionen kann der Anleger sein Verlustrisiko eindämmen. Dies funktioniert, indem er zusätzlich zur Definierung des Ereignisses mehrere “Sprossen” einbaut. Erreicht der Kurs zwischenzeitlich eine der Sprossen noch bevor die Option verfällt, so erhält der Anleger den erzielten Profit, auch wenn der Kurs anschließend wieder eine andere Richtung einschlägt.

Early Closure

Beim Early Closure schließt der Anleger die Position bevor die Option verfällt. Dies ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft und funktioniert auch nicht bei allen binären Optionen. Die Handelsplattformen verbieten beispielsweise eine Schließung der Position in einem gewissen Zeitintervall nach ihrer Eröffnung.

Die Bank Roll Strategie

Bei der Bank Roll Strategie überlegt sich der Anleger wie viel Profit er in welchem Zeitraum machen will. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Gruppen entschieden, der “I want it now Gruppe” und der “I want it later Gruppe”. Die Anleger der “I want it now Gruppe” sind auf regelmäßige hohe und kurzfristige Profite

Viele Broker bieten mittlerweile kostenfreie Demokonten für Neukunden an.
Viele Broker bieten mittlerweile kostenfreie Demokonten für Neukunden an.

ausgerichtet und müssen daher besonders gute Kenntnisse im Bereich der Finanzmärkte haben.

Ihr Verlustrisiko ist hoch und deswegen benötigen sie auch ein relativ hohes Kapital zum Handeln. Auf der anderen Seite steht die “I want it later Gruppe”. Die Anleger dieser Gruppe wollen keine großen Risiken eingehen und haben das Ziel, ihr Kapital langfristig zu vermehren. Dabei stellen sie häufig einen Plan auf in dem sie festlegen, wie viel Geld sie in einem längeren Zeitraum (beispielsweise 5 Jahre) verdienen wollen.

Demokonten

Damit unerfahrene Anleger binäre Optionen risikofrei testen können, bieten verschiedene Broker Demokonten an. Hier können die unterschiedlichen Strategien und Funktionen kostenfrei getestet werden. Konten und Demokonten für binäre Optionen können unter anderem bei diesen Anbietern eröffnet werden: “24option.com“, “bdswiss.com“, “anyoption.com” oder “optionfair.com“.

by -

Die fundamentale Analyse bei binären Optionen

Die fundamentale Analyse bzw. Fundamentalanalyse versucht zu ermitteln, welches der faire oder angemessene Preis für Wertpapiere sind. Somit unterscheidet sich die fundamentale Analyse deutlich von der sogenannten Chartanalyse, bei welcher primär die Börsenkurse studiert werden.

Bei der fundamentalen Analyse werden zum auch die ökonomischen wie auch die betriebswirtschaftlichen Daten des Unternehmens analysiert und studiert. Die ökonomischen wie betriebswirtschaftlichen Daten eines Unternehmens werden auch Fundamentaldaten genannt, sodass sich die Fundamentalanalyse sehr wohl von dieser Namensgebung ableiten lässt.
Nach dem Analysieren sollte zudem die Nennung eines Kurszielens genannt werden, welche durchwegs eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung abgeben. Die fundamentale Analyse basiert auf der Methode der sogenannten Bilanzanalyse, bei welcher in der Regel verschiedene Faktoren eines aktienkursbezogenen Verhältnisses berechnet wird. So werden die Dividendenrendte berechnet als auch das sogenannte Kurs Gewinn Verhältnis.
Um ein Unternehmen analysieren zu können, müssen die Quotienten der Unternehmensdaten miteinander verglichen werden. Somit benötigt man Jahresberichte oder auch Quartalsberichte des Unternehmens, um eine fundamentale Analyse durchführen zu können. Jedoch müssen die Berichte nach einheitlichen Regeln aufgestellt sein, damit diese Analyse zielführend erarbeitet werden kann.

Die unterschiedlichen Kennzahlen der fundamentalen Analyse

Zu der bekanntesten Kennzahl bei der fundamentalen Analyse gehört die KGV – das Kurs Gewinn Verhältnis, welches im englischen PER bedeutet und Price Earnings Ratio heißt. Der KGV wird in der Form berechnet, dass der aktuelle Kurs des Unternehmens mit dem erwarteten Gewinn je Aktie dividiert wird. Das KBV – das sogenannte Kurs Buchwert Verhältnis – wird dann erzielt, wenn der derzeitige Kurswert durch den Buchwert einer Aktie geteilt wird. Je niedriger der KBV ist, desto preiswerter ist auch die Aktie und desto fairer ist auch der Wert, welcher dem Buchwert entspricht. Eine weitere Kennzahl bzw. Methode der fundamentalen Analyse ist die KUV – das Kurs Umsatz Verhältnis.

Dieses wird dann ermittelt, wenn die derzeitige Marktkapitalisierung im Verhältnis zum Jahresumsatz berechnet wird. Primär wird die KUV bei Aktiengesellschaften eingesetzt. Eine weitere Kennzahl ist die KCV – das sogenannte Kurs Cashflow Verhältnis. Diese Berechnung kommt dann zur Anwendung, wenn der Kurs der Aktie durch den Cashflow einer Aktie dividiert. Unter Cashflow versteht man die tatsächlichen Geldflüsse, welche in einer gewissen Zeitperiode getätigt wurden.

Der Maßstab des KCV ist sieben, welcher für eine faire Bewertung steht, da somit das KCV deutlich unter dem KGV liegt. Die GKR – die Gesamtkapitalrendite – ist eine Kennzahl, die in der Regel dem Analysten der fundamentalen Analyse hilft, die Profitabilität der Firma einzuschätzen. So wird bei dieser Berechnung berechnet, wie das Unternehmen das Kapital nutzt, um Gewinne zu erzielen. Der Gewinn wie auch der Zinsaufwand wird addiert, sodass der tatsächliche erwirtschaftete Gewinn berechnet wird. Danach wird das Ergebnis mit dem gesamten Kapital geteilt und sodann mit einem Quotienten von Hundert multipliziert. Somit wird die Effizienz des Unternehmens prozentmäßig bewertet.
Die Eigenkapitalquote hingegen – auch EKQ genannt – verrät das Gesamtkapital des Unternehmens in Prozent.

Um diese Berechnung der fundamentalen Analyse durchführen zu können, muss das Eigenkapital durch das gesamte Kapital geteilt werden und sodann mit 100 multipliziert werden. Somit wird die Stabilität des Unternehmens untersucht als auch die Abhängigkeit von Fremdkapital. Umso höher die EKQ ist, umso höher ist auch die Kreditwürdigkeit der Aktiengesellschaft und umso höher ist auch die Möglichkeit, dass auch Fremdkapital aufgenommen wird. Bei der Auswertung der Kennzahlen wird die fundamentale Analyse herangezogen, welche die einzelnen Bereiche errechnet. Dazu wird eine Formel erstellt, welche die einzelnen Werte berechnen kann.
Die fundamentale Analyse zählt mit Sicherheit zu den wichtigsten Instrumenten der Aktien bzw. auch im Bereich der binären Optionen. Schon alleine durch die Tatsache, dass die fundamentale Analyse sich auf Jahresabschlüsse orientiert, beweist sie, dass sie durchwegs objektiv ist. Viele, welche die fundamentale Analyse anwenden, glauben jedoch, dass durchwegs Kursentwicklungen vorhergesagt werden können. Das ist nur bedingt der Fall, da es immer wieder andere Faktoren gibt, welche nicht berücksichtigt werden können, sodass auch oftmals falsche Berechnungen möglich sind.